OTTROTT
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Geschichte von Ottrott
Geschichte

Ober und Unter Ottrott sind zwei schöne Städtle

blasonOh ja, das Lied hat Recht.
Ottrott ist 1858 aus dem Zusammenschluss zweier alter Gemeinden geboren: Ober Ottrott und Unter Ottrott. Zum Gedenken dieses Ereignisses befinden sich auf der Fassade des Rathauses (1861 erbaut) die Wahrzeichen zweier einfacher Gemeinden, die im Laufe der Jahrhunderte eine völlig unterschiedliche Existenz hatten. Der erste Gemeinderat wird am 26.September 1858 gewählt und der erste Bürgermeister der neuen Gemeinde Ottrott ist Herr Theodor von Dartein.

Ober Ottrott war zuerst im Besitz des Klosters Sainte Odile. Das Kloster von Niedermünster, ein Nebenhaus vom Sainte Odile, hatte, nach Unterlagen des 13.Jahrhunderts zu schliessen, ein Besitzerrecht auf die Kirche in Ober Ottrott. Im 15. Jahrhundert gab das Kloster Familie Uttenheim zum Ramstein die Hälfte des Dorfes als Hochburg.Anschliessend wird Ober Ottrott zum Eigentum des Bistums von Strassburg, und wurde mit der Vogtei von Schirmeck verbunden. Im Herrenhof, der sich in der “Général de Gaulle” Strasse befindet, kassierte man anscheinend den Zehnten für das Kloster ein.

Unter Ottrott dagegen war mit der Geschichte der Besitzer der Schlösser “Lutzelbourg” und “Rathsamhausen” verbunden.Die Ritter von “Lutzelbourg” oder von “Lucelonbourg”, die die beiden Schlösser im 12. Jahrhundert bauten, wohnten in primitivster Weise in Unter Ottrott, wo sie eine zeitlich begrenzte Macht ausübten, wohingegen der Klerus von Obernai die spirituelle Macht ausübte.Sie waren es, die in Unter Ottrott im 12. Jahrhundert die Sankt Nikolaus Kirche erbauten.

Ursprünglich waren die Schlösser eine kaiserliche Hochburg. Als der männliche Zweig der “Lutzelbourg” erloschen war, gingen die Besitztümer an ihre Eltern über, die “Rathsamhausen”, ausgenommen eines Drittels von Unter Ottrott und des “château antérieur“ die Besitz der “Sires d’Andlau” wurden. Diese Letzteren überliessen ihren Besitz 1393 der Rathsamhausen Zum Stein, die später “Seigneurs von „Ban de la Roche “ und  von „Rothau“ wurden. Sie bauten das von englischen Söldnern zerstörte Schloß Lutzelbourg wieder auf. Der jüngste Zweig der Rathsamhausen “Rathsamhausen Ehrenweiher” genannt, erbte das hintere Schloss. Sie verkauften es 1442 gleichzeitig mit einem Drittel von Unter Ottrott für 1200 Florins an “ Henri de Hohenstein”, der wiederum überließ es seinem Schwiegersohn Daniel de Mullenheim.

1577 kauften es die Rathsamhausen Ehrenweiher den Mullenheimern wieder ab. Das Schloss wurde Rathsamhausen genannt. Ihnen gehörte dann ganz Unter Ottrott und die 2 Schlösser, die ab dem 17. Jahrhundert von Landvogten bewohnt war, die sich um die Verwaltung Besitzes kümmerten. Als 1689 die Rathsamhausen Zum Stein starben, gab Louis der XIV. Unter Ottrott nach M. de Chamlay, einem Feldmarschall. Unter der Revolution gehörte das Schloß Lutzelbourg dem österreichischen Feldmarschall Wurmser, gebürtiger Elsässer. Nach der Revolution wurden die Ottrotter Schlösser in zwei Parzellen als „ emigrierte Guthaben“ verkauft.

Der Ursprung des Namens Ottrott
Die erste schriftliche Erwähnung stammt von einem auf Latein verfassten Dokument des Jahres  1059 auf Grund eines Befehls des  Königs Henri IV.(Heinrich König und germanischer Kaiser) gegenüber des Bischofs Hezel aus Straßburg, der über die „Villa Otonis quae dictur Ottenrode“ sprach. Es schien sich ein gewisser Ritter Oton oder Otton in dieser Wildnis bedeckt mit Wäldern („Rode“ auf hochdeutsch), niedergelassen zu haben. Andere sind der Meinung, dass der Name von Ot-Trott (Keller oder Weinkeller von Oton) stammt. Eine andere Hypothese besteht in der Annahme, dass Ottenrode „auf der roten Erde“ satmmt. Man bezeichnet die Einwohner Ottrotts als „Geisse“ (Ziegen), die „Muttle“ (Ziegen ohne Hörner) und als „Rebmesserhengscht“. Der letztere Spitzname deutet auf die Wichtigkeit des Weinanbaus und auf die Art der Einwohner Ottrotts hin, mit dem Messer gut umzugehen, vielleicht nicht nur für die Arbeit an den Weinbergen aber auch um einige Konflikte innerhalb des Dorfes zu regeln.

Das religiöse Leben

Ober und Unter Othenroden wurden 1658 zu einer einzigen Kirchengemeinde. Es gab also die Religionsgemeinschaft lange vor der Städtegemeinschaft. Aber diese Vereinigung schaffte die Unstimmigkeiten zwischen Ober und Unter Ottrott nicht aus dem Weg. Gegen 1700 ist die Gemeinde von Ober Ottrott die Hauptgemeinde.
Und dies aus zwei Gründen: sie besitzt zum einen ein Pfarrhaus, zum anderen erbaut sie im Jahre 1771 eine neue und größere Kirche. Die Kirchengemeindemitglieder von Unter Ottrott lehnen es ab, zu einem Drittel bei dem Bau  mitzuhelfen, mit dem Argument, schon eine Kirche zu haben(Sankt Nikolaus).Der Bischof und die Autoritäten entscheiden: Sie haben eine Kirche, aber den Pfarrer behalten sie nur, wenn sie ein Drittel der Steuern für die Ausgaben der neuen Kirche zahlen. Unter Ottrott musste sich geschlagen geben. In Unter Ottrott (Ober Ottrott war ausschließlich katholisch), lebte eine kleine jüdische Gemeinschaft, die klug mit den Protestanten, Lutheranern und anderen Gläubigen zusammenlebte. Ihnen stand eine Synagoge zur Verfügung, in der sie den Shabbat und Versammlungen abhalten konnte.

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